Samstag, 31. Juli 2010

Tipps und Tricks

Jeder hat einen Tipp...sei es, zu den Schuhen, der Tour oder dem Gepäck.
Der verwegene Verkäufer im Outdoorladen gab mir den Tipp, Nylons unter die Wollsocken zu ziehen, um Blasen bei uneingelaufenen Wanderstiefeln zu verhindern.
Seine äußere Erscheinung rief bei mir die Vorstellung hervor, dass er permanent in einem Zelt im Wald lebt und daher genießt er mein volles Vertrauen im Bereich der Camping Ratschläge (ausgenommen natürlich das Yeti-Shampoo).

So riet mir meine Mutter, als sie sah, dass ich mir Unterwäsche gekauft habe, dass sich diese doch zu Hause lassen und nur die alte mitnehmen solle, um die dann unterwegs wegzuschmeißen, sodass ich das Gewicht meines Rucksackes verringern kann.
Meinen Arbeitskollegin empfahl mir alles nur zwei Mal mitzunehmen. 2 Unterhosen und eine trägt man am Körper...(bei dem Gedanken schüttelt es mich, aber vielleicht werde ich nach einem Tag alle Sachen die mehr als zweimal in meinem Gepäck auftauchen irgendwo entsorgen, um die Last loszuwerden.
Grade wächst der Haufen, der anschließend in meinen Rucksack gestopft wird, stetig und ich beginne mich zu Fragen, warum ich das mache. Warum habe ich mir nicht einen schicken kleinen Rollkoffer gekauft und übernachte im Hostel? Dann müsste ich keine Wollsocken in Boots tragen und diesen panikerregenden Berg an Zeug nicht auf meinem eigenen Rücken durch Schweden tragen...
Zumindest sind meine Wollsocken leuchtend pink und da kann ich auch bei Wollsocken ein Auge zudrücken.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Schritt für Schritt

Gestern, kurz vor dem Einschlafen, fing ich an darüber nachzudenken, wo ich in der ersten Woche schlafen werde.
In Schweden gibt es auf Campingplätzen oft kleine Hütten die man mieten kann, doch da ich allein unterwegs sein werde, bin lohnt es sich nicht wirklich.
Also bleibt doch nur das Zelt.
Eigentlich wollte ich darauf verzichten, da ich – wie schon erwähnt- alleine unterwegs sein werde und ich es daher auch IMMER tragen muss.
Mein Bruder hatte zufällig noch ein originalverpacktes Zelt rumliegen, was mehr als praktisch ist, da ich es nicht mehr aufbauen muss, um zu sehen ob es schimmelfrei und vollständig ist. So bin ich einen Schritt weiter und mein Gepäck ist um 3,5 Kg schwerer. Meine Kamera und mein Laptop müssen mit: zusammen locker 3 kg. Alleine der Gedanke, dass ich noch nichts in meinem Rucksack habe und der schon ca. 6,5 kg wiegt, macht mich fertig.
Obwohl ich weiß, dass es krank ist meinen Laptop mitzunehmen, kann ich ihn nicht hier lassen. 5 Wochen sind zu lang.
Dafür bleibt die Haarspühlung hier (ca 300g), was aber nicht heißt, dass ich das Yetischampoo benutzen werde, welches mir heute in einem Outdoorladen empfohlen wurde.
Spätestens als ich entzückte Laute bei den Wanderstiefeln mit pinken Applikationen ausgestoßen habe, hätte der hilfsbereite und auskunftsfreudige Verkäufer doch merken müssen, dass wir beide verschiedene Ansprüche bezüglich des Campens haben...

Dienstag, 27. Juli 2010

Ich weiß, dass ich nichts weiß...

am Sonntag geht es wieder auf Reisen.
Dieses mal geht’s nach Schweden. Zwar nicht so lang und aufregend wie das letzte Mal, aber ein kleines Abenteuer soll es trotzdem werden.
Den Flug nach Stockholm habe ich bereits vor Wochen gebucht, doch alles andere ist unklar. Außer natürlich, dass ich eine Woche nach Ankunft in Karlstad abgeholt werde, um dann vier Wochen auf einer Farm im Nirgendwo zu arbeiten.
Den Kontakt habe ich über Wwooff (World-Wide Opportunities on Organic Farms) eine Organisation, die freiwillige Helfer für ökologische Bauernhöfe vermittelt, gefunden. Dort arbeite ich für Kost und Logis, habe so aber auch die Möglichkeit etwas von der Umgebung zu sehen.

Alles Weitere folgt in hier in den nächsten Tagen und ich möchte euch einladen an meiner Reise aus der Ferne teilzunehmen.