Bin gestern, wie immer, früh ins Bett und habe heute trotzdem bis kurz vor zwölf im Bett gelegen. Etwas gelesen, einen Film gesehen und mich -dann endlich- bequemt aufzustehen um frühstücken zu gehen. Die anderen hatten bereits ihr zweites Frühstück hinter sich, dass immer gegen 11 eingenommen wird.
Hier gibt es nichts was einen treibt. Ich habe so viel Zeit, dass sogar mein Zimmer immer ordentlich ist. Natürlich ist das auch wesentlich leichter, da ich nur einen Rucksack voll Zeug dabei habe, aber es ist ja bekannt wie groß ich darin bin Chaos zu produzieren.
Cordula liegt mit Migräne auf der Couch vor dem Ofen, Michael puzzelt hier irgendwo rum und Manu ist grade in seinem merkwürdigen Bundeswehroutfit und Indianer- Jones- Hut zum Angeln aufgebrochen.
Ein weiterer Grund sich wieder ins Bett zu legen ist, dass ich mich gestern beim Dachziegel schleppen verhoben habe. Die Scheißdinger sind so schwer gewesen, dass ich mich frage wie die Dachdecker die Dinger durch die Luft werfen und Fangen als sei es eine Tafel Schokolade.
Schon vor Tagen haben wir die erste Seite des Daches der alten Schmiede abgedeckt und wie das nun mal so ist, fing es genau dann an zu regnen. Also haben wir es erst mal wieder zugedeckt und konnten auf Grund des Wetters erst Gestern weiter machen. Die Lattung hatte Michael zwischendurch schon erneuert, sodass wir gestern gleich mit dem Eindecken beginnen konnten und auch fast fertig geworden sind. Eine Seite ist also fast fertig, während die Alte noch mittel-gammelig aussieht.
Während des anhaltend schlechten Wetters in den letzten Tagen, habe ich den Dielenfussboden in der alten Schmiede mit einem Handschleifgerät abgeschliffen und anschließend geölt. Merkwürdigerweise liebe ich schleifen. Obwohl es laut und furchtbar staubig ist, hat es etwas meditatives und befriedigendes, sodass ich stundenlang Dinge abschleifen kann.
Gestern Nachmittag sind wir mit Michael nach Karlskoga, eine Stadt die eng mit der Geschichte Alfred Nobels verbunden ist, gefahren. Er hatte einen Termin und hat uns dort rausgeschmissen. Leider war es so spät, dass alles bereits geschlossen hatte, sodass wir auch hätten zu Hause bleiben können. Ziellos sind wir durch die Stadt gestreift und haben sehr viel Zeit in dem einzigen offenen Geschäft, einem amerikanisch anmutendem Riesen-Supermarkt verbracht.
Jetzt überlege ich, welchen Film ich als nächstes scheue und bin froh, dass ich meinen Rechner doch mitgenommen habe. Das Ding ist der pure Luxus, ohne den ich trotz des nicht vorhandenen Internets, an Tagen wie diesem durchdrehen würde.






Ob Katha auch noch ein anderes T-Shirt mitgenommen hat?
AntwortenLöschenNeee... ist das schlimm??? Kleidungswechsel ist doch eh vollkommen ueberbewertet!!!! ;)
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